Begriffe aus der Mikroskopie


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Abbe Kondensor

Optischer Lichtsammler nach der Bauart von Abbe.

Achromate

Diese Objektive sind für die Farben Rot und Blau korrigiert. Geringe Restfehler wie z.B. Bildfeldwölbung und feine Farbsäume am Rande des Bildfeldes sind noch vorhanden. Das stört aber normalerweise nicht. Sie sind daher auch genauso für die Farb-Mikrofotografie geeignet.

Analysator

Der Analysator ist ein Filter, welcher nur Lichtwellen, die in gleicher Richtung schwingen, durchlässt. In der Polarisationsmikroskopie wird er über dem Präparat in den beobachtungsseitigen Strahlengang dreh- und ausschaltbar eingeschoben bzw. eingelegt.

Anpassungsoptik

Für Video und Digitalkameras. Passt das vom Okular kommende Austrittsbild an die Größe einer 1/3" oder ein ½" Chip-Fläche an.

Apertur, numerische

Sie ist auf den Objektiven neben der Maßstabszahl eingraviert. Sie setzt sich aus der Brechkraft der Linse, dem umgebenden Medium und dem Winkel des einfallenden Lichtes zusammen. Je dichter das Medium wie z.B. das Eindeckmittel oder das Immersionsöl und je stärker die Brechung der Objektiv-Linse ist, desto größer ist der Aufnahmewinkel und damit die Apertur. Praktisch wirkt sich diese höhere Apertur in einer höheren Auflösung aus.

Aperturirisblende

siehe Kondensoririsblende.

Apochromate

tbd.

Auflichtbeleuchtung

Das Objekt wird mit Auflicht beleuchtet. Nur das reflektierte Licht gelangt zur Ansicht.

Auflichtmikroskop

Mikroskop mit einer Beleuchtung, welche auf das Objekt fällt.

Auflösung

Als Optische Auflösung bezeichnet man die Eigenschaft, durch eine Optik feine Strukturen getrennt und sauber wahrzunehmen. Sie ist abhängig von der numerischen Apertur des Objektives, des Kondensors, dem Einfallswinkel und der Wellenlänge des verwendeten Lichtes.

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Binokulares Mikroskop

Mikroskop mit einem Binokular-Tubus.

Binokular-Tubus

Einblickstutzen eines Mikroskops für die Beobachtung mit beiden Augen.

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Dauerpräparat

Ein Dauerpräparat ist ein ungefärbtes oder gefärbtes, dünnes, durchsichtiges Objekt, welches zwischen einem Objektträger und einem Deckglas in einem Eindeckmittel eingebettet (montiert) ist. So wird es für lange Zeit konserviert. Die Dauerpräparate können nach Erstarrung des Eindeckmittels in Mappen waagrecht oder in Präparatekästen senkrecht, staubgeschützt und platzsparend gelagert werden. Bei richtiger Herstellung halten Dauerpräparate jahrzehntelang, ja sogar über hundert Jahre, wie alte Präparate aus dem 19. Jahrhundert beweisen. Ein ordentliches Dauerpräparat sollte auch richtig beschriftet sein. Entweder einseitig, vor allem bei Objektträgern mit mattierter Schreibfläche mit einem schwarzen Fine-Liner oder am schönsten mittels zweier Etiketten. Links des Deckglases kommt der Objektname (z.B. Honigbiene), ev. darunter der korrekte wiss. lateinische Name (z,B. Apis mellifica), in der nächsten Zeile der Fundort (z.B. Hohe Tauern), darunter der präparierte Teil (z.B. Sammelbein). Rechts des Deckglases kommt eine Etikette mit der Angabe des Fixiermittels (z.B. 95% Ethylalkohol), in der nächsten Zeile die ev. verwendete Färbung (z.B. Tintenstiftwasser), danach das Eindeckmittel (z.B. Syn-Matrix®) und zu guter Letzt noch das Herstellungsdatum.

Deckgläser

Runde, quadratische oder rechteckige Glasplättchen, max. 24 mm im Durchmesser, ca. 0,17 mm stark, zum abschließenden Bedecken von Präparaten.

DIC

tbd.

Dunkelfeld

Mikroskop mit speziellem Kondensor mit seitlicher Beleuchtung des Objektes. Es fällt kein direktes Licht in den Beobachtungsstrahlengang.

Dunkelfeldbeleuchtung

Beleuchtung mit seitlich einfallendem Licht, Objekt erscheint hellgesäumt auf schwarzem Untergrund, sehr guter Kontrast und optimale Auflösung.

Dunkelfeldkondensor

Optischer Lichtsammler, trocken oder immergierbar für die Dunkelfeldbeleuchtung, konzentriert seitliches Licht ins Präparat

Durchlichtbeleuchtung

Objektbeleuchtung im durchscheinenden Licht, setzt lichtdurchlässige Objekte voraus.

Durchlichtmikroskop

Mikroskop mit Beleuchtung durch das Objekt.

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Eindeckmittel

Auch Einschlussmittel genannt. Dienen zur Herstellung von Mikropräparaten. Sie umschließen das zu untersuchende mikroskopische Objekt. Sie sind dickflüssig, klar, haben einen optimalen pH-Wert und sollten nach kurzer Zeit erstarren. Die darin eingeschlossenen Objekte sind damit jahre- bis jahrzehntelang haltbar. Früher wurden natürliche Harze und Balsame eingesetzt, die aber heute wegen der Versäuerung und der damit verbundenen Farbzerstörung im Präparat nicht mehr oft verwendet werden. Sie sind auch wegen der darin befindlichen giftigen Lösungsmittel wie zB. Xylol oder Toluol nicht sehr gesundheitsfördernd. Moderne Eindeckmittel sind in ungefährliche Lösungsmittel, lösungsmittelfrei oder nur in Wasser gelöst. Siehe Hydro-Matrix, Syn-Matrix, Confo-Matrix oder Solar-Matrix.

Endlichoptik

Klassische Mikroskop Optik, konzipiert für eine Tubuslänge von 160 mm.

Endvergrößerung

Auch Gesamtvergrößerung genannt. Sie ist das Produkt der Objektivvergrößerung mal Okularvergrößerung z.B. Objektiv 60 x, Okular 10 x das ist 60 x 10 = 600 fache Endvergrößerung

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Farbstoffe für die Mikroskopie

Meist Farbstoffpulver wie z.B. Eosin, Methylenblau, Gentianaviolett usw., die meist 1% in dest. Wasser oder Wassergemischen gelöst werden. Es gibt im Fachhandel auch fertige Lösungen zu kaufen. Sie alle dienen zur mehr oder minder selektiven Anfärbung bzw. Kontrastierung von mikroskopischen Präparaten und deren Strukturen.

Färbungen

Farbstoffe werden in einem geeigneten Lösungsmittel, wie z.B. Wasser oder Alkohol-Wassermischungen gelöst. Die klassischen Färbungen für die Mikroskopie sind auf Natur- und Synthesefarben aufgebaut. Am bekanntesten ist wohl die Kombination Hämatoxilin-Eosin, eine sehr bewährte Übersichtsfärbung. Es gibt eine Unmenge von Färbevorschriften für spezielle Färbungen für die selektive Hervorhebung gewisser Gewebestrukturen. Behelfsmäßig kann man auch mit Tintenstiftwasse, roter oder blauer Tinte seine Präparate färben.

Feldirisblende

Veränderliche Blende für die Beleuchtung.

Filter

Filter werden zur Anpassung der Farbtemperatur verwendet.

Fixiermittel

Sind meist Flüssigkeiten. Sie dienen zur Erhaltung möglichst lebensnaher Strukturen von botanischen oder zoologischen Zellen und Geweben. Das älteste und einfachste flüssige Fixiermittel ist verdünnter oder reiner Ethylalkohol oder einfacher Brennspiritus. Wegen der Präparateschrumpfungen ist dieses einfache Fixiermittel bei empfindlichen Objekten nicht immer einsetzbar. Giftige Fixiermittel wie zB. Formalin werden leider noch immer eingesetzt. Moderne Fixiermittel wie z.B. Hydro-FixÒ sind nicht toxisch und ökologisch unbedenklich. Sie sind mit Wasser vollständig auswaschbar und führen bei vielen empfindlichen Objekten nicht zu Schrumpfungen. Sie dringen schnell ein und erhalten weitgehend die natürlichen Strukturen und Eigenschaften des Objektes

Fluoreszenz

Auflichtbeleuchtung mit UV, violettem oder grünem Licht. Fluoreszierende Objekte leuchten dabei hell und farbig auf schwarzem Untergrund auf. Es gibt eine Autofluoreszenz (Selbstleuchter) z.B. bei vielen botanischen Objekten und eine Fluoreszenz, die künstlich durch Farbstoffe hervorgerufen wird - durch Fluorochrome (Fluoreszenzfarbstoffe).

Förderliche Vergrößerung

Die Gesamtvergrößerung sollte das 500fache nicht unter- und das 1000fache der numerischen Apertur nicht überschreiten (z.B. bei einem Objektiv mit der NA 0,60 sollte die Mindestvergrößerung 300fach sein oder max. bei 600fach liegen). Liegt man unter der förderlichen Vergrößerung, wird die im Objektiv inneliegende Auflösungskraft nicht ausgenützt, liegt man darüber, spricht man von einer leeren Vergrößerung, die keine neuen Einzelheiten zeigt.

Fotoadaption

Meist wird ein handelsüblicher T2-Kamera-Adapter zur Anpassung des Kameragehäuses an den Fototubus verwendet.

Foto-Okular

Schwaches Okular, mit dem Schwerpunkt der Bildfeldebnung.

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Grob/Feintrieb

Scharfstellung der Mikroskopoptik über Zahnrad und Zahnstange. Moderne Geräte bewegen ausschließlich den Objekttisch zur Fokussierung auf und ab.

Großfeld

Okular-Optik mit noch größerem Sehfeld als Weitfeld, von mindestens 22 mm Durchmesser.

Grünfilter

Kontrastfilter für Phasenkontrast und SW-Mikrofotografie, welche rote Farbstrukturen besonders stark hervorheben.

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Halogen-Lampe

Niederspannungslampe mit 6 V oder 12 V mit kleiner, sehr heller, homogener Leuchtfläche.

Hellfeldbeleuchtung

Objekt wird mit Licht durchstrahlt und erscheint dunkel auf hellem Hintergrund.

Hellfeldmikroskop

Instrument mit Durch- oder Auflichtbeleuchtung, wobei sich ein heller Bildfeldhintergrund ergibt.

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ICS/Unendlich Optik

Modernste Optik, korrigiert auf unendliche Entfernung im mittleren Strahlengang, ermöglicht das Einfügen von Zwischentuben und anderen Teilen ohne zusätzliche Korrektion. Es ergeben sich dadurch besonders universelle Möglichkeiten. Eine Tubuslinse bringt den unendlichen Strahlengang in einem endlichen. Durch die Tubuslinse werden auch die Restfehler des Objektivs beseitigt und ergeben dadurch besonders randscharfe und farbfehlerfreie Abbildungen.

Immersions Dunkelfeldkondensor

Ein mit Öl immergierbarer Dunkelfeld-Kondensor mit höchster optischer Auflösung.

Immersionsöl

Spezialöl für Ölimmersions-Objektive mit genau definierten Eigenschaften wie Viskosität, Brechungsindex und Dispersion.

Inversmikroskop

siehe umgekehrtes Mikroskop.

Irisblende

Veränderliche Blende für Objektiv, Kondensor und Beleuchtung.

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Koaxialtrieb

Auf einer Achse liegender Grob- u. Feintrieb.

Köhlersche Beleuchtung

Beleuchtungsverfahren nach Köhler. Sie ist derzeit die beste Beleuchtungsmethode und sorgt für Kontraststeigerung sowie für die Kontrastierung von Feinstrukturen. Dabei wird die Beleuchtungsblende in die Präparatebene abgebildet. Praktisch geschieht dies, indem man ein schwaches Objektiv z.B. ein 10faches einschwenkt und auf ein Präparat scharfstellt. Danach zieht man die Beleuchtungsblende zusammen und fokussiert diese durch Auf- oder Absenken des Kondensors in das Sehfeld, in dem auch das Präparat scharf abgebildet ist. Nun wird die Beleuchtungs-Irisblende wieder soweit geöffnet, dass sie nicht mehr im Sehfeld sichtbar ist. Als letztes wird noch ein Okular aus dem Tubus genommen, in den leeren Tubus geblickt und die Kondensor-Irisblende bis auf 2/3 des Tubusbildes geschlossen. Nach Einsetzen des herausgenommenen Okulars ist die Beleuchtung optimiert, also geköhlert und es kann mikroskopiert werden.

Kondensor

Optischer Lichtsammler, konzentriert das Licht in die Präparatebene.

Kondensoririsblende

Veränderliche Blende für den Kondensor. Durch das Abblenden des Kondensors wird zwar der Kontrast erhöht, aber gleichzeitig die Auflösung reduziert.

Kontrastiermethoden

Viele ungefärbte mikroskopische Objekte sind ohne spezielle Kontrastiermethoden nicht oder nicht im ausreichenden Maße zu beobachten. Man unterscheidet daher folgende moderne optische Kontrastiermethoden wie z.B.Interferenzkontrast, Phasenkontrast, Polarisation, Fluoreszenzmethoden, Dunkelfeld, Rheinbergbeleuchtung, Schräglicht, Schlierenverfahren usw.

Kreuztisch

Beweglicher mechanischer Tisch mit Zahn, Trieb und Schwalbenschwanz-Kugellagern. Dient zur exakten Bewegung des Mikropräparates auf dem Mikroskoptisch.

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Labormikroskop

Robuste Geräte für den rauen Laboralltag. liegen preislich in der Mittelklasse.

Lichtmikroskop

Mikroskop mit Objektbeleuchtung durch sichtbares Licht (im Gegensatz zum Elektronen-, Röntgen- oder Rastermikroskop). Eine Grenzstellung nimmt das SNOM ein, welches ein "Scannendes Nahfeld-Optisches-Mikroskop", also einen Hybriden aus Raster- und Lichtmikroskop darstellt.

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Makroskop

Erschließt den Nahfeld- und Makrobereich. Der Abbildungsbereich reicht von einer schwachen Verkleinerung bis zur schwachen Vergrößerung von ca. 0,5 bis 5fach. Meistens Kombinationen von Foto-, Video- oder Digitalkameras mit spezieller Makrooptik. Danach schließt sich vergrößerungsmäßig nahtlos das Stereomikroskop und danach das Mikroskop an.

Metallurgisches Mikroskop

Das Metall-Mikroskop ist ein umgekehrtes Auflicht-Mikroskop. Damit werden undurchsichtige Materialen wie Metalle, Kunststoffe, Keramiken, Holz usw. untersucht. Es ist daher ein optimales Gerät für die Materialwissenschaften. Im Prinzip eignen sich alle wenig- oder nichttransparenten Objekte zur Untersuchung, da sie mit Auflicht bestrahlt werden. Die Vergrößerung liegt bei 20- bis 1000fach.

Mikro-Fotografie-Einrichtung

Auf den Fototubus aufsetzbarer Verbindungsteil zwischen Mikroskop und Kamera. Ist meistens mit einem Kontrollokular versehen. Die Mikro-Fotografieeinrichtung beinhaltet ein spezielles Fotookular und ein universelles Übergangsstück, auch T-Mount genannt, zum Befestigen der Kamera an den Verbindungsteil.

Mikrometerokular

Das Mikrometerokular ist ein Spezialokular mit fokussierbarer Augenlinse und integrierter Messstrichplatte zum Vermessen von Präparaten.

Mikro-Präparate

Mikroskopische Präparate werden normalerweise in einer Flüssigkeit untersucht, sofern sie nicht selbst flüssig sind. Dazu wird für zeitweilige Untersuchungen meist Wasser als Untersuchungsflüssigkeit genommen. Im einfachsten Fall wird ein Tropfen Tümpelwasser zwischen Objektträger und Deckglas gegeben. Genauso werden andere Frischpräparate hergestellt (Hefe, Zahnschleim, Haare usw.) Da Wasser aber rasch verdunstet, hält das Präparat nur sehr kurz. Um dies zu verhindern kann man das Deckglas mit Öl, geschmolzenem Wachs oder mit Nagellack umrahmen und versiegeln. Oder es wird ein Eindeckmittel verwendet und ein Dauerpräparat hergestellt. Eindeckmittel sind klare, viskose Lösungen, die nach kurzer Zeit erstarren und so das Präparat für lange Zeit haltbar machen. So kann man seine wertvollen Präparate als Dauerpräparate noch nach Jahren in der ursprünglichen Qualität und Brillanz betrachten.

Mikroskop

Mit einem normalen Durchlichtmikroskop beobachtet man durchsichtige Präparate, die sich normalerweise auf einem Objektträger befinden. Die zu untersuchenden Objekte sind mit freiem Auge klein bis unsichtbar. Die Vergrößerung reicht von ca. 20fach bis zu 1000fach.

Monokular-Tubus

Einblickstutzen für die visuelle Beobachtung mit einem Auge.

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Numerische Apertur (nA)

Die numerische Apertur gibt über die Auflösungskraft einer Optik Auskunft. Der Wert ist bei den Mikroskopobjektiven neben der Maßstabszahl eingraviert (z.B. 40x/0.60) Die Gesamtvergrößerung sollte das 500fache nicht unter- und das 1000fache der numerischen Apertur nicht überschreiten (z.B. bei NA 0,60 sollte die Mindestvergrößerung 300fach sein oder max. bei 600 fach liegen).

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Objekthalter für Stereomikroskope

Eine Art Krokodilklemme, welche drehbar und schiebbar zur Untersuchung von kleinen Objekten, wie z.B. Steinchen, Käfer, Insekten usw. in der Gemnologie und Biologie verwendet wird.

Objektiv

Optik, die dem Objekt zugewandt ist. Objektive sind das Herzstück eines Mikroskops. Viele Eigenschaften des mikroskopischen Bildes hängen von ihnen ab, wie z.b. Auflösung, Planizität, Farbkorrektur, Verzeichnungsfreiheit. Es gibt achromatische, semiplanachromatische, planachromatische, und planapochromatische Objektive. Auf der Objektiv-Hülse sind vier Zahlengruppen eingraviert: die Eigenvergrößerung (Maßstabszahl x), die numerische Apertur(n.A.), darunter die Tubuslänge (in mm) und schließlich die Deckglasdicke (d).

Objektivrevolver

Drehbare, gewölbte Scheibe mit darauf befestigten Objektiven für den raschen Objektivwechsel.

Objektträger

Dünne, ca. 1 mm starke, klare, glatt, schlierenfreie Glasplatten mit Maßen 26 mm x 76 mm. Je nach Preis sind die Kanten geschliffen oder, in der billigsten Variante, nur geschnitten.

Okular

Einblickoptik, die dem Auge zugewandt ist. Es gibt einfache Hygens-Okulare und besser korrigierte wie z.B. Weitfeldokulare. Weiters gibt es noch Okulare für Brillenträger mit hoher Austrittspupille, auch High-Point genannt. Auf dem Okular ist neben der Eigenvergrößerung (Maßstabszahl) auch die Sehfeldzahl in mm angegeben. Sie dient zur Errechnung des Objektfelddurchmessers (siehe Sehfeldzahl) Weiters gibt es noch Okulare mit Zeiger, Fadenkreuz und Mikrometer zum Vermessen von Präparaten.

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Phasenkontrast-Beleuchtung

Das Objekt wird mit einem Lichtring beleuchtet, welcher im Objektiv durch eine Ringblende ausgeblendet wird. Dadurch werden nur Objekte kontrastiert, die einen anderen Brechungsindex besitzen. Sie erscheinen grau bis schwarz auf einem blassgrauen Untergrund.

Phasenkontrast-Mikroskop

Mikroskop mit einer lichtoptischem Kontrastmethode zur besseren Untersuchung von durchsichtigen, wenig gefärbten und ungefärbten Objekten. Beim Phasenkontrast werden Phasen im Ampltudenunterschiede umgewandelt.

Plan-Achromate

Objektive achromatisch korrigiert ohne Bildfeldwölbung über das gesamte Sehfeld.

Plan-Apochromate

tbd.

Polarisations-Mikroskop

Beleuchtung des Objektes mit Lichtwellen, die in gleicher Richtung schwingen. Doppelbrechende Objekte leuchten hell bzw. vielfarbig im dunklen Gesichtsfeld auf ( z.B. Kristalle, Haare, Fasern, Mineralien usw.).

Polarisator

Der Polarisator ist ein Filter. Er läßt nur Lichwellen durch, die in einer Ebene schwingen. In der Polarisationsmikroskopie wird er beleuchtungsseitig unter dem Präparat in den Filterhalter des Kondensors eingelegt.

Präparat

Ein mikroskopisches Präparat ist die Voraussetzung zur Beobachtung eines Objektes unter einem Mikroskop. Es besteht im einfachsten Fall aus einem Tropfen Wasser auf einem Objektträger, zugedeckt mit einem Deckglas. Im Tümpelwasser befinden sich meistens kleine Organismen, wie zB. Algen, Wasserflöhe usw., die sofort lebendig beobachtet werden können. Oder man nimmt reines Leitungswasser oder noch besser dest. Wasser vom Supermarkt und verteilt darin Blütenpollen oder Stärkekörner einer angeschnittenen Kartoffelknolle ( mit einem Zahnstocher eine geringe Menge von der Schnittfläche abschaben und im Wassertropfen verrühren) Ein Fliegen- oder ein Spinnenbein von einem toten Tier ist ein genauso lohnendes Objekt. Will man ein Präparat für längere Zeit haltbar machen, stellt man sich ein Dauerpräparat mittels eines Eindeckmittels her (siehe Dauerpräparat).

Präparatklemmen

Federklemmen zum Festhalten von Objektträgern oder anderen flachen Gegenständen wie Blätter, Papier usw.

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Refraktometer

Das Refraktometer ist ein Messgerät zur genauen Ermittlung des Brechungsindex, also der Lichtbrechung in Flüssigkeiten, Festkörper und Pulver.

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Scheibenblende

Drehbare Scheibe mit unterschiedlichen Bohrungen. Wird bei preisgünstigen Instrumenten anstelle einer Irisblende verwendet.

Schiebehülse

Metallhülse mit Schlitz, in der passgenau eine andere Hülse hin- und herbewegt werden kann.

Sehfeldzahl

Die Sehfeldzahl eines Okulars ergibt durch Division der Maßstabszahl (=Vergrößerung) des Objektives den Durchmesser des überblickenden Objektfeldes (Präparatfeldes) in Millimeter. Beispiel: Ein Okular 10x/ mit einer Sehfeldzahl von 18 mm lässt mit einem 10x Objektiv ein Objektfeld von 1,8 Millimeter überblicken (18:10 = 1,8). Die Sehfeldzahl ist meist neben der Maßstabszahl bei modernen Okularen angegeben zB. Okular 10x/18 mm.

Semiplan-Achromat

Objektive achromatisch korrigiert ohne Bildfeldwölbung bis zu einem Sehfeld von18 mm Durchmesser.

Spektral- Fotometer

Das Spektral-Fotometer wird zur Messung der Transmission, also der Lichtdurchlässigkeit und der Absorption, d.h. Lichtaufnahme, oder der optischen Dichte (OD) von kurzwelligem (UV) bis in den langwelligen Bereich (NIR) für Flüssigkeiten, Festkörper, Gase und Dämpfe eingesetzt.

Stereomikroskop

Mit einem Stereomikroskop kann man kleine und große Objekte, wie z.B. Schmetterlingsschuppen oder einen Tannenzapfen ohne Präparation direkt untersuchen. Die Objekte können durchsichtig oder undurchsichtig sein. Die Vergrößerung reicht von 2- bis 200-fach. Das Bild ist sehr plastisch und ideal auch zur Präparation. Im Gegensatz zum normalen Mikroskop ist das entstandene Bild im Stereomikroskop nicht seitenverkehrt.

Studienmikroskop

Einfaches, preisgünstiges Instrument für einfache Untersuchungen im Schul- und Studienbetrieb. Gute Studienmikroskope haben ein robustes Metallstativ und eine achromatische Normoptik, d.h. man kann es in Zukunft auch ohne Probleme ausbauen. Sie besitzen einen geneigten Beobachtungstubus, Achromatoptik, Weitfeldokulare, einen Kondensor und eine integrierte Beleuchtung. Mit ihnen lassen sich Hellfeld-, einfache Dunkelfeld- und Polarisationuntersuchungen durchführen. Für den Anfang reichen Vergrößerungen von 40x bis 600x vollkommen aus.

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Tageslichtfilter

Leichter Blaufilter, passt Kunstlicht an das Tageslicht an. Wird für die visuelle Beobachtung und für die Farbmikrofotografie verwendet.

Tubus

Einblickstutzen eines Mikroskops.

Tubuslänge

Gibt die Länge des Tubus vom Anschlag des Objektivs bis zum Anschlag des Okulars an.

Tubusneigung

Winkel, mit dem der Einblickstutzen geneigt ist z.B. 45° oder 30°.

Tungsten-Lampe

220/240 V-Lampe.

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Umgekehrtes Mikroskop

Mit einem umgekehrten oder Inversmikroskop kann man mehr oder weniger durchsichtige Objekte, welche sich in kleinen Fläschchen, durchsichtigen Kulturschalen, Tassen oder Petrischalen usw. befinden, untersuchen. Die Gefäße können eine Höhe von max. 30 mm haben. Die Breite und Tiefe der Gefäße sind nicht von besonderer Bedeutung. Das umgekehrte Mikroskop eignet sich ideal für den Umweltschutz, die Untersuchung von Wässern, Flüssigkeiten, Kristallen in Flüssigkeiten, sowie Zellkulturen. Das inverse Mikroskop ist natürlich auch für normale Mikropräparate vorzüglich geeignet. Die Vergrößerung reicht von 20- bis 1000-fach.

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Vergrößerung, Endvergrößerung, Gesamtvergrößerung

Die Gesamtvergrößerung ist das Produkt der Okular-und Objektivvergößerung, z.B. Objektiv 60 x, Okular 10 x also 60 x 10 = 600 x Gesamtvergrößerung oder auch Endvergrößerung genannt. Fälschlicherweise wird oft eine hohe Vergrößerung mit hohem Leistungsvermögen und hoher Qualität gleichgestellt. Dem ist jedoch nicht so. Eine Vergrößerung sollte gerade so hoch sein, um das zu untersuchende Objekt ohne besondere Anstrengung betrachten zu können. Man soll bei dieser optimalen Vergrößerung möglichst viele Einzelheiten erkennen und mit höchstmöglichster Schärfe und Brillanz untersuchen können. Was nützt eine starke Vergrößerung, wenn man dabei zwar eine große Abbildung wahrnimmt, dafür aber weniger sieht und sich alle Feinheiten des Objektes verschwommen und flau-kontrastlos präsentieren? Ein weiterer Vorteil einer schwächeren Vergrößerung liegt auch im wesentlich größeren überblickten Präparatfeld.

Videoadapter

Der Videoadapter ist das mechanische Übergangsstück vom Mikroskop (mit oder ohne Okular) zur Video- oder Digitalkamera.

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Weitfeld, WF

Eine Okular-Optik mit vergrößerter Sehfeldzahl von mindestens 18 mm Durchmesser.

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Zahn und Trieb

Höhenverstellung mittels Zahnrad und Zahnstange.

Zentrierfernrohr

Okularähnliches Teleskop zur Beobachtung der hinteren Objektebene z.B. für Phasenkontrast oder Polarisations-Mikroskopie.

Zoom

Durchgehend stufenfreie Veränderung der Vergrößerung.

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